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Business Central On-Premise zu Cloud Migration – die unterschätzten Stolperfallen

Bei Tuemedia IT haben wir eine klare Lieblingszielgruppe:
Unternehmen, die den Schritt von Business Central On-Premise in die Cloud gehen wollen.

Warum?
Weil genau hier die spannendsten Herausforderungen liegen – und gleichzeitig das größte Potenzial für nachhaltige Verbesserungen.

Viele Unternehmen denken bei einer Migration zunächst:
„Das ist doch einfach ein technisches Upgrade.“

In der Praxis ist es aber deutlich mehr.
Vor allem ein Bereich wird dabei regelmäßig unterschätzt:

🔒 Cloud Restrictions – der größte Unterschied zur On-Prem Welt

Der wohl wichtigste Punkt vorweg:
Die Business Central Cloud ist kein 1:1 Ersatz für On-Premise.

Bestimmte Dinge, die lokal problemlos funktionieren, sind in der Cloud schlicht nicht erlaubt.

Typische Einschränkungen:

  • ❌ Zugriff auf das lokale Dateisystem (z. B. C:\Temp\...)
  • ❌ Verwendung von .NET Interop
  • ❌ Direkte SQL-Zugriffe auf die Datenbank
  • ❌ COM-Objekte oder lokale Windows-Abhängigkeiten

Das bedeutet:
Viele bestehende Lösungen funktionieren nicht mehr ohne Anpassung.

Was stattdessen notwendig ist:

  • Nutzung von APIs und Web Services
  • Einsatz von Azure Services (z. B. Blob Storage)
  • Entkopplung von Logik und Infrastruktur
  • Saubere, Cloud-native Architektur

👉 Genau hier trennt sich „funktioniert irgendwie“ von „funktioniert nachhaltig“.

❗ Kurzer Exkurs: Extensions statt alte Anpassungen

Auch wenn es streng genommen eher ein NAV-Thema ist:

Falls noch ältere Anpassungen existieren, gilt:

  • Anpassungen müssen als Extensions (AL) umgesetzt werden
  • Direkte Änderungen an Standardobjekten sind in der Cloud nicht möglich

Für reine BC On-Prem Kunden ist das meist bereits umgesetzt –
aber ein kurzer Check lohnt sich immer.

🔌 Integrationen – sind Sie wirklich schon Cloud-ready?

Eine der wichtigsten Fragen, die wir in Projekten stellen:

👉 Sind Ihre bestehenden Integrationen bereits API-basiert?

Viele On-Prem Setups nutzen noch:

  • direkte Datenbankzugriffe
  • lokale Schnittstellen
  • individuelle Hintergrundservices

Diese funktionieren in der Cloud nicht mehr.

👉 Eine Migration ist daher oft auch eine Modernisierung der Integrationsarchitektur.

⚙️ Upgrade-Pfade – der klassische Fallstrick

Ein Punkt, der gerne übersehen wird:

Nicht jede Version kann direkt in die Cloud migriert werden.

Je nach Ausgangssystem sind mehrere Zwischenschritte notwendig, z. B.:

  • technische Upgrades
  • Datenbank-Konvertierungen
  • Zwischenversionen

👉 Wer das nicht frühzeitig sauber plant, riskiert:

  • Zeitverzögerungen
  • unnötige Kosten
  • technische Sackgassen

🧩 Weitere Aspekte, die oft „nebenbei“ kommen

Auch wenn sie selten im Fokus stehen, gehören sie zur Migration dazu:

  • Umstellung auf Microsoft Entra ID
  • Anpassung von Berechtigungskonzepten
  • Einführung von CI/CD für AL Extensions
  • Deployment über Per-Tenant Extensions

Diese Themen sind nicht immer die größten Hürden –
aber sie entscheiden über die Qualität der finalen Lösung.

🚀 Fazit: Migration ist mehr als ein technischer Schritt

Eine Business Central Cloud Migration ist keine reine „Datenverschiebung“.

Sie ist eine Chance:

  • Altlasten loszuwerden
  • Prozesse zu modernisieren
  • Integrationen sauber neu aufzubauen
  • und das System zukunftssicher zu machen

🤝 Warum Tuemedia IT?

Genau solche Projekte sind unser Fokus.

Wir helfen nicht nur dabei, Systeme in die Cloud zu bringen –
sondern sorgen dafür, dass sie dort richtig funktionieren.

👉 Wenn Sie aktuell über eine Migration nachdenken oder unsicher sind, wo Sie stehen:
Lassen Sie uns unverbindlich sprechen.

Denn:
BC On-Prem → Cloud ist kein Standardprojekt –
aber genau das ist unser Spezialgebiet.